Impressumspflicht: Haftung und Sanktionen

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Wer eine Website betreibt – egal ob geschäftlich oder privat mit Werbeeinnahmen – muss sich an klare gesetzliche Regeln halten. Vor allem das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) verpflichtet Betreiber:innen dazu, bestimmte Informationen bereitzustellen. Wird das versäumt, kann es nicht nur unangenehm, sondern auch kostspielig werden.
Abmahnungen, Bußgelder und Imageverlust sind mögliche Folgen, wenn Impressum oder Datenschutzerklärung fehlen oder fehlerhaft sind. Auch ungewollte Werbung per E-Mail kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
In diesem Beitrag erfährst du, welche rechtlichen Stolperfallen lauern – und wie du dich davor schützt.

Verstöße gegen das DDG: Risiko für dein Business
Betreibst du eine Webseite oder einen Blog mit kommerziellem Hintergrund, musst du bestimmte Pflichten erfüllen. Kommt man diesen nicht nach, kann das als Ordnungswidrigkeit gewertet werden – mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro.
Vor allem Unternehmen sollten ihre Seiten regelmäßig prüfen lassen. Häufige Probleme sind:
- Kein oder nur unvollständiges Impressum
- Fehlende oder fehlerhafte Datenschutzerklärung
- Versand von Newslettern ohne Einwilligung
Diese Versäumnisse führen nicht nur zu möglichen Abmahnungen durch Mitbewerber, sondern ziehen auch Sanktionen durch Verbraucherschutz oder Aufsichtsbehörden nach sich.
Das Impressum – klein, aber rechtlich groß
Fehlt das Impressum oder ist es schwer zu finden, ist Ärger fast vorprogrammiert. Besonders kritisch wird es, wenn die Seite eindeutig geschäftlich genutzt wird.
Ein rechtssicheres Impressum muss:
- leicht zugänglich sein (z. B. direkt verlinkt im Footer)
- vollständig sein (inkl. E-Mail, Rechtsform, Registerangaben etc.)
- korrekt bezeichnet sein (z. B. als „Impressum“ und nicht „Kontakt“)
Tippfehler in der E-Mail-Adresse oder fehlende Angaben zum Handelsregister können ausreichen, um eine Abmahnung zu kassieren. Auch bestimmte Berufsgruppen (z. B. Anwälte, Ärzte, Architekt:innen) müssen zusätzliche Informationen angeben – etwa zur Berufskammer oder zum geltenden Berufsrecht.
Ohne Datenschutzerklärung? Keine gute Idee
Sobald personenbezogene Daten auf deiner Seite verarbeitet werden – und das ist meist schneller der Fall, als man denkt – brauchst du eine Datenschutzerklärung.
Diese sollte transparent und verständlich folgende Punkte erklären:
- Welche Daten werden erfasst (z. B. IP-Adresse, Cookies, Kontaktformulare)?
- Wofür werden die Daten verwendet?
- Welche Rechte haben Nutzer:innen?
- Wer ist verantwortlich für die Datenverarbeitung?
Fehlen Angaben oder ist der Text zu allgemein, kann das ebenfalls zu Abmahnungen oder Bußgeldern unter der DSGVO führen.
Werbung per Mail? Nur mit Erlaubnis
Wer gewerblich Newsletter oder Werbemails verschickt, muss besonders aufpassen. Nach dem DDG ist es untersagt, Mails ohne ausdrückliche Einwilligung zu versenden. Auch das Verstecken des Absenders oder das Fehlen eines Abmeldelinks sind Verstöße, die als Ordnungswidrigkeit gelten.
Das heißt konkret:
- Nur an Empfänger:innen mit vorheriger Zustimmung versenden
- Immer einen funktionierenden Abmeldelink einbauen
- Absender klar und transparent angeben
Auch hier drohen Geldbußen und rechtliche Schritte durch die Datenschutzbehörde.
Fazit: Lieber auf Nummer sicher gehen
Ein vollständiges Impressum, eine klare Datenschutzerklärung und rechtssichere Kommunikation sind Pflicht, nicht Kür. Gerade für Unternehmen ist es wichtig, hier keine Nachlässigkeit zu zeigen – denn die Konsequenzen können finanziell und reputativ schwer wiegen.
Unsere Empfehlungen:
✅ Impressum korrekt, sichtbar und vollständig einbinden
✅ Datenschutzerklärung auf deine Seite und Tools anpassen
✅ Nur mit Einwilligung werben und klare Abmeldemöglichkeiten bieten
💡 Tipp: Nutze unseren kostenlosen kostenlosen Impressum-Generator, um dein Impressum schnell und rechtssicher zu erstellen.
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