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Impressum für Blogs: Anleitung, Muster & Tipps (2025)

Website-Recht
Von Impressum-Generator.de Rechtstexte von Kanzlei Hasselbach, Bonn Letztes Update:

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Der Begriff Impressum kommt ursprünglich aus dem Verlagsbereich und bezeichnet dort den Abschnitt, in dem Verantwortliche wie Herausgeber, Redaktion und Anschrift des Verlages aufgeführt sind, einschließlich der presserechtlich verantwortlichen Person.

Wenn du eine Website erstellen oder einen Blog betreiben möchtest, solltest du dich frühzeitig mit der Pflicht zur Angabe eines Impressums beschäftigen. Die Impressumspflicht dient dazu, sicherzustellen, dass Nutzer den Betreiber eindeutig identifizieren und kontaktieren können.

Die Impressumspflicht bei geschäftlichen Blogs ist klar geregelt: Sobald du ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietest, musst du erreichbar sein. Fehlt ein Impressum oder sind die Angaben unvollständig, riskierst du teure Abmahnungen.

Doch auch private Blogs können unter bestimmten Bedingungen ein Impressum benötigen – die Abgrenzung ist hierbei nicht immer eindeutig.

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Gilt die Impressumspflicht für alle Blogs?

Nicht jeder Blog benötigt zwangsläufig ein Impressum. Gemäß dem Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) betrifft die Impressumspflicht vor allem Webseiten mit geschäftlichem Charakter. Das heißt: Wenn du deinen Blog rein privat und ohne finanzielles Interesse betreibst, musst du nicht zwingend ein Impressum führen. Allerdings sind die Grenzen zwischen privaten und geschäftlichen Aktivitäten oft fließend.

Ein Blog gilt als gewerblich, sobald:

  • Werbung oder Affiliate-Links eingesetzt werden.
  • Produkte oder Dienstleistungen angeboten oder beworben werden.
  • Journalistische Inhalte regelmäßig veröffentlicht werden, die eine größere Öffentlichkeit ansprechen.

Bist du unsicher, ob dein Blog privat bleibt oder schon geschäftlich ist, empfiehlt es sich, sicherheitshalber ein Impressum zu erstellen.

So erkennst du einen privaten Blog

Ein Blog kann als privat gelten, wenn:

  • keinerlei kommerzielle Interessen bestehen und der Blog hauptsächlich persönlichen Zwecken dient (z.B. Tagebuch).
  • keine oder nur sehr geringe Werbung vorhanden ist, die von der Plattform selbst eingeblendet wird.
  • persönliche Themen wie Hobbys, Urlaubsberichte oder private Erfahrungen ohne gewerbliche Hintergründe behandelt werden.
  • die Inhalte überwiegend für Freunde, Familie oder eine kleinere, private Gruppe gedacht sind.

Sobald jedoch Affiliate-Links eingesetzt oder eine größere Öffentlichkeit angesprochen werden, könnte dennoch eine Impressumspflicht entstehen.

Was zeichnet gewerbliche Blogs aus?

Ein Blog gilt eindeutig als gewerblich, sobald mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Einnahmen durch Werbung oder Affiliate-Marketing (wie Amazon Partnerlinks).
  • Promotion oder Verkauf eigener oder fremder Produkte und Dienstleistungen.
  • Veröffentlichung redaktioneller, journalistischer oder meinungsbildender Inhalte, die öffentlich relevant sind.
  • Erreichen einer großen Leserschaft, hohe Sichtbarkeit in Suchmaschinen und zunehmende Reichweite.

Wenn dein Blog eines dieser Merkmale erfüllt, musst du zwingend ein vollständiges Impressum bereitstellen, um rechtliche Risiken auszuschließen.

Praktische Checkliste & Vorlage für dein Blog-Impressum

Die Pflicht zur Angabe eines Impressums betrifft nicht nur Shops und Firmenwebsites, sondern möglicherweise auch Blogger. Private Blogs ohne kommerziellen Hintergrund benötigen kein Impressum. Bei Blogs mit Affiliate-Links oder Werbung solltest du jedoch zur Sicherheit ein vollständiges Impressum erstellen.

Ein korrektes Impressum schützt dich vor Abmahnungen und erhöht die Rechtssicherheit. Neben Name, Adresse und E-Mail ist auch die klare Kennzeichnung als „Impressum“ notwendig. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich rechtlicher Rat.

Folgende Angaben sollte dein Blog-Impressum enthalten:

  • Vollständiger Name und Anschrift des Betreibers
  • Kontaktmöglichkeit per E-Mail
  • Telefonnummer (empfohlen, nicht verpflichtend)
  • Unternehmensform, falls zutreffend (z.B. Einzelunternehmer, GmbH)
  • Vertretungsberechtigte Person (bei Unternehmen erforderlich)
  • Presserechtlich Verantwortlicher (V.i.S.d.P.)
  • Umsatzsteuer-ID oder Wirtschafts-ID, falls vorhanden
  • Zuständige Aufsichtsbehörde, falls erforderlich (z.B. bei speziellen Berufsgruppen wie Anwälten oder Ärzten)

Tipp: Mit unserem Impressum-Generator kannst du schnell und einfach ein rechtssicheres Impressum erstellen.

Alternativ bieten wir dir auch eine praktische Impressum-Vorlage für Blogs zum Herunterladen.

Weitere rechtliche Hinweise

Neben der Impressumspflicht solltest du auf weitere gesetzliche Vorgaben achten:

  • Datenschutzerklärung (notwendig nach DSGVO und TTDSG)
  • Klare Kennzeichnung von Werbung und Affiliate-Links
  • Einhaltung des Urheberrechts (Bilder und Texte nur mit entsprechender Erlaubnis verwenden)
  • Bereitstellung von AGB und Widerrufsbelehrung, wenn kostenpflichtige Produkte oder Inhalte angeboten werden.

Ein korrektes Impressum bildet die Grundlage für die rechtliche Sicherheit deines Blogs. Im Zweifel solltest du dich professionell beraten lassen.

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